Sechs radsportbegeisterte Kornwestheimer Triathleten
fuhren am 27./ 28.06.08 mit dem Rennrad nonstop von Kornwestheim nach Riva del
Garda.
Seit letzten Herbst liefen die
Vorbereitungen und Planungen zu dieser außergewöhnlichen Radtour der Radgruppe
um die „Wiederholungstäter“ Manfred Hawliczek, Uwe Schelling und Oliver Maisch,
die diese Tour bereits 2005 durchgeführt hatten, sowie die „Newcomer“ Mike
Beuerle (Finisher beim Ironman-Triathlon auf Hawaii im Jahre 2006), Emil Klotz
und Frank Peglow (beides ehemalige Ringer beim ASV Kornwestheim).
In der Vorbereitungsphase standen
bis zu 6000 Trainingskilometer im Trainingsbuch jedes Radlers, längere
Trainingsfahrten bis zu 220 km mussten absolviert und die genaue Fahrtroute
festgelegt werden. Hohe Anforderungen wurden auch an die Logistik gestellt, da
natürlich die entsprechende Nahrungs- und Flüssigkeitsversorgung, bei einem
Energieverbrauch von 600 kcal pro Stunde und einem Flüssigkeitsbedarf von 1 l
pro Stunde, sichergestellt werden musste. Erfreulicherweise fand sich ein
vierköpfiges Betreuerteam (Beate Beuerle, Birgit Maisch, Jens und Lisa
Hawliczek), das die beiden Begleitfahrzeuge steuerte und die Versorgung
übernahm.
Bei besten äußeren Bedingungen ging
die Tour am 27.06.08 um 09.30 Uhr in Kornwestheim los, um dann nach dem
Überqueren der Schwäbischen Alb das Allgäu (Kempten, km 200) am Nachmittag zu
erreichen. Über Pfronten ging es dann bei Tageslicht noch über den Fernpass, um
dann bei Nassereith (km 297) die Vorbereitungen für die nächtliche Fahrt über
die Alpen zu treffen: mehrere Lampen mussten montiert, sowie Sicherheitswesten
und Reflektoren angelegt werden. Das Team wurde zudem während der nächtlichen
Fahrt über die Alpen aus Sicherheitsgründen durch die Begleitfahrzeuge
abgeschirmt. Über das Mieminger Plateau wurde dann Innsbruck (km 352) gegen
Mitternacht erreicht, um dann nach dem Brenner (km 387) die berauschende,
nächtliche Abfahrt im Eisacktal in Richtung Bozen zu genießen. Die weitere
Fahrt durch das Etschtal über Bozen (km 472) und Trient nach Rovereto
gestaltete sich bei bester Stimmung problemlos, so dass der Passo S. Giovanni
vor Erreichen des Gardasees keine ernsthafte Hürde für die sechs Radfahrer mehr
darstellte. Nach der Ankunft um 12.00 Uhr im
Hafen von Riva del Garda wurde das Erreichte (insgesamt 582 km mit über
4000 Höhenmeter bei einem Stundenmittel von 29 km/h) gefeiert, die drei Tage
anschließenden Urlaubs am Gardasee hatte sich die Gruppe redlich verdient.