In Malterdingen bei Freiburg wird seit vielen Jahren ein perfekt organisiertes Rennen über die Mitteldistanz ausgetragen. Unter den knapp dreihundert Startern war ein Großteil aus der nahen Schweiz und aus Frankreich angereist, was der Veranstaltung einen internationalen Rahmen gab. Bei guten Wetterbedingungen waren zwei Kilometer im
See, 80 Kilometer mit dem Rad und 20 Kilometer zu Fuß zu absolvieren. Für Frank Saam und Uwe Lercher von der Skizunft ging es hauptsächlich um einen gelungenen Saisonausklang, um sich für das Wintertraining und die lange Vorbereitung aufs nächste Jahr zu motivieren. Beim Schwimmen zeigte Saam eine starke Leistung und war schon nach 32,23 Min. aus dem Wasser, Lercher lies sich da mit knapp 49 Min. schon wesentlich mehr Zeit. Für Frank Saam lief es auch auf der anspruchsvollen Radstrecke absolut rund und er konnte schon nach weiteren 2.25 Std. zum Laufen wechseln. Uwe Lercher dagegen kam nicht an seine erwarteten Zeiten heran und gewann dadurch die Erkenntnis, seine Trainingsplanung für 2008 grundsätzlich besser aufzubauen. Er wechselte mit einer Radzeit von 2.46 Std. auf die letzte Etappe. Für beide ging es nun darum trotz reduziertem Lauftraining noch gut ins Ziel zu kommen. Frank Saam gelang dies nach einem Lauf in 1.39 Std. noch beachtlich gut, er belegte mit einer Gesamtzeit von 4.37.29 Std. Rang 42 hinter dem Sieger Tom Soederdahl aus Finnland. Auch für Uwe Lercher war es Ehrensache den Wettkampf zu finishen, trotz nachlassender Kräfte lief er nach 5.53 Std. ins Ziel (Laufzeit 2.18 Std.). Sein Kommentar: nächstes Jahr muss vieles besser werden!
Nächster Schauplatz war das malerische Zofingen im landschaftlich reizvollen Aargau der Schweiz. Unter dem Titel „POWERMAN“ verbirgt sich eines der weltweit schwierigsten Duathlonrennen über die Nonstop-Distanzen von 10 Km Laufen, 150 Km Radfahren und nochmals 30 Km Laufen. Gerhard Weiland von der Skizunft stellte sich dieser Herausforderung mit weiteren rund 250 internationalen Teilnehmern. In absolut bester Verfassung ging Weiland bei seinem Saisonhöhepunkt ins Rennen, dies war auch nötig, denn schon die ersten Laufkilometer gingen steil bergauf und verlangten den Sportlern alles ab. Auf der schweren Strecke war eine vernünftige Krafteinteilung fast unmöglich und die im Training ermittelten Pulsvorgaben ließen sich nicht einhalten. Nach dem Wechsel aufs Rad konnte sich Weiland mit zunächst gedrosseltem Tempo etwas von der intensiven Belastung erholen. Aber auch die Radstrecke wurde mit mehreren steilen Anstiegen dem hohen Anspruch der
Veranstaltung gerecht. Nach etwa hundert absolvierten Kilometern machte sich die Ermüdung bei Gerhard Weiland deutlich bemerkbar und er ersehnte den zweiten Wechsel herbei. Doch Laufen war fast nicht mehr möglich, eher nur ein gemütliches Traben und es waren noch 30 Kilometer zu Fuß zu bewältigen. Seine Muskulatur war völlig erschöpft, nur die Nahrungsaufnahme funktionierte noch wie gewohnt. Mit reichlich Flüssigkeit und Energiegel bewältigte Weiland die Laufstrecke und konnte viele Konkurrenten überholen, die wegen Erschöpfung gehen oder gar den Wettkampf abbrechen mussten. Total abgekämpft aber glücklich erreichte der Skizünftler nach 8.43 Std. das Ziel auf Rang 121 (Platz 10 in AK45). Sieger wurde mit 6.21 Std. der Duathlonspezialist Maris Koen aus Belgien.
Seinen diesjährigen Abstecher vom Triathlon- zum Duathlonsport beurteilt Weiland heute als schmerzhafte Erfahrung, dazu sein Originalkommentar: „einmal und nie wieder“. Er will sich in Zukunft wieder voll auf die Disziplinen „Schwimmen –Radfahren – Laufen“ konzentrieren.
Locarno am Lago Maggiore gilt auch im Triathlon als internationaler Treffpunkt. Dies zeigte auch die Liste der rund 300 Teilnehmer über die Mitteldistanz, darunter Mike Beuerle, Willi Simmler und Klaus Herrmann von der Skizunft. Bei diesem beliebten Wettkampf trifft sich die europäische Triathlonfamilie zu einem letzten Kräftemessen des Jahres, bevor für wenige Auserwählte Mitte Oktober noch der absolute Höhepunkt mit dem IRONMAN in Hawaii ansteht. Die reibungslose
Organisation und eindrucksvolle Strecken am Südrand der Schweizer Alpen bildeten bei idealen äußeren Bedingungen die besten Voraussetzungen für ein gelungenes Rennen. Bei etwa 20 Grad Wassertemperatur ging das Feld ins Rennen. Der Schwimmkurs über 2,5 Kilometer war zur Orientierung mit großen Bojen gut markiert. Als erster Kornwestheimer kam Klaus Herrmann nach nur 44.07 Min. aus dem Wasser, gefolgt von Mike Beuerle in 46.23 Min. und Willi Simmler (1.08 Std.). Nach routinemäßig schnellem Wechsel aufs Rad ging es zunächst leicht, später immer steiler bergauf bis zum Wendepunkt bei Kilometer 40. Dabei konnten die starken Radfahrer erheblich Zeit gut machen. Auch auf der anschließenden rasanten Abfahrt zurück an den See war nicht an Erholung zu denken, mit ständigem Druck musste das Tempo hochgehalten werden um keine Zeit zu verlieren. Hervorragend gelang dies Klaus Herrmann, der nach nur 2.09 Std. wieder zurück war und seinen Vorsprung auf Mike Beuerle (2.15 Std.) ausbauen konnte. Willi Simmler benötigte
für die 80 Kilometer 3.09 Std. und hatte sich dabei genügend Reserven für den nun folgenden Lauf über 20 Kilometer aufgespart. Mike Beuerle startete nun eine furiose Aufholjagd, mit schnellen Kilometerzeiten machte er viele Plätze gut und näherte sich Herrmann sichtbar mit jeder der vier zu laufenden Runden. Aber auch Herrmann konnte sein Tempo auf den letzten 10 Kilometern nochmals
verschärfen und er erreichte das Ziel nach 4.20.39 Std. (Lauf 1.26 Std.) mit knappem Vorsprung auf Beuerle in 4.22.02 Std. (Lauf 1.20 Std.). Damit gelang Mike Beuerle zum Saisonende noch mal ein perfektes Rennen und Herrmann kann sich jetzt mit den letzten Trainingseinheiten auf seinen Start in Hawaii vorbereiten. Die beiden Skizünftler belegten in der Altersklasse TM45 die Plätze 6 und 7 sowie in der Gesamtwertung Rang 48 und 54, Sieger wurde wie im Vorjahr Matthias Klumpp aus Reutlingen mit neuem Streckenrekord. Auch Willi Simmler verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich, er finishte sein Rennen nach 6.18 Std. auf Rang 264, womit er sichtlich zufrieden war.
Die nächste Herausforderung für die Triathleten der Skizunft steht auch schon
unmittelbar bevor. Die letzten Vorbereitungen und die Durchführung des 15. Kornwestheimer Triathlon am 16. September erfordert noch mal alle Kräfte und viel Freizeit der Skizunftsportler. Die langjährige Erfahrung und solide Vorarbeit garantieren aber einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung für Teilnehmer und Zuschauer.