Nach umfangreichem Aufbautraining im Frühjahr, verschiedenen Trainingslageraufenthalten und intensiven Laufwettbewerben standen am vergangenen Wochenende die ersten Triathlonwettkämpfe auf dem Programm.
Beim ersten Vergleich stehen immer die gleichen Fragen im Vordergrund: „wie sind die Konkurrenten über den Winter gekommen?“ und „war das eigene Training ausreichend für die erwarteten Zeiten?“
Calw
Im neu gestalteten Freibad von Calw waren sechs Skizünftler über die olympische Distanz (1 km Schwimmen, 38 km Radfahren, 10 km Laufen) am Start. Bei ca. 24 Grad Wassertemperatur wurde ohne Neoprenanzüge geschwommen. Die junge Lena Mörike legte mit 16.12 Min. die zweitschnellste Zeit bei den Damen vor und war deutlich schneller als ihre männlichen Vereinskollegen. Mit knappen Abständen im vorderen Mittelfeld stiegen Herrmann (17.45 Min.), Beuerle (17.50 Min.) und Erhart (18.37 Min.) aus dem Becken, schon etwas zurück Weiland (19.36 Min.) und Lercher (19.39 Min.). Mit gewohnt schnellem Wechsel ging es auf die schwere Radstrecke im Nordschwarzwald, lange Anstiege und steile Rampen wechselten mit schnellen Passagen im Nagoldtal, erschwerend kamen noch starke Windböen hinzu. Jetzt zahlte sich die gute Vorbereitung im Ostertrainingslager für die Skizunftathleten aus. Mit schnellen Radzeiten konnten Klaus Herrmann (1.05 Std.) und Mike Beuerle (1.06 Std.) den Kontakt zur Spitzengruppe herstellen. Peter Erhart (1.09 Std.) und Gerhard Weiland (1.11 Std.) taktierten etwas verhaltener und setzten auf ihre Stärke in der Schlussdisziplin. Lena Mörike lag nach dem Radfahren (1.22 Std.) im vorderen Damenfeld. Mit knapp eineinhalb Minuten Vorsprung auf den laufstarken Beuerle ging Herrmann auf die abschließenden zwei Runden über 10 Kilometer. Danach wechselten Erhart, Weiland und Lercher auf die Laufstrecke. Beuerle konnte durch ein hohes Anfangstempo seinen Rückstand schnell verkürzen und von hinten stürmte auch Peter Erhart heran. Schon auf der ersten Laufrunde zog Beuerle an Herrmann vorbei und erreichte nach 38.15 Min. auf Gesamtrang 18 in 2.02.36 Std. das Ziel. Noch schneller lief Peter Erhart mit 37.05 Min., dies ergab eine Gesamtzeit von 2.04.56 Std. ganz knapp vor Klaus Herrmann in 2.05.02 Std., was für ihn zum Sieg in der Altersklasse TM50 reichte. Mit guter Laufzeit (40.17 Min.) verbesserte sich Gerhard Weiland noch auf Gesamtrang 37 in 2.11.19 Std. Nicht seinen besten Tag hatte Langstreckenspezialist Uwe Lercher. Zufrieden mit dem Schwimmen und Laufen aber enttäuscht von seiner Radzeit erreichte er nach 2.25 Std. das Ziel. Lena Mörike musste auf der schweren Laufstrecke noch zwei Konkurrentinnen ziehen lassen, belegte aber in 2.31 Std. den 11. Gesamtrang im Frauenfeld und den 1. Platz ihrer Altersklasse TW18. Ihre Schwester, die 14-jährige Annika Mörike, startete beim Jugendtriathlon und erkämpfte sich mit Bestzeiten in allen drei Disziplinen in 17.46 Min. unangefochten den ersten Platz bei den Mädchen.
Steinheim
Die Sprinter unter den Skizunfttriathleten hatten sich für den Wettkampf in Steinheim gemeldet. Nach 500 Meter Schwimmen im Freibad waren 20 wellige Kilometer mit dem Rad und zum Schluss eine fünf Kilometer Laufrunde zu bewältigen. Am Wettkampftag herrschten ideale äußere Bedingungen, also gute Voraussetzungen für neue Bestzeiten. Die fünf Skizunftvertreter mussten sich beim Schwimmen eine Bahn teilen, schon dabei gab es harte Positionskämpfe. Beim ersten Wechsel hatte Gerry Lercher die Nase vorn, knapp dahinter Jürgen Elsässer, Jürgen Friedrich und Thomas Ritzka, mit etwas Abstand dann Walter Hellwig. Kopf an Kopf ging es auf die Radstrecke, wo zunächst Ritzka vor Elsässer und Friedrich die Führung übernahm. Im Verlauf des Rennens konnte der radstarke Jürgen Friedrich erst Elsässer überholen und dann noch zu Ritzka auffahren. Bis zum zweiten Wechsel war aber noch keine Vorentscheidung gefallen, innerhalb einer Minute gingen die Skizünftler auf die Laufstrecke. Dort konnte sich Thomas Ritzka etwas absetzen und nach 1.04.57 Std. auf Rang 29 ins Ziel laufen, dahinter kämpften Elsässer und Friedrich um die bessere Position. Jürgen Elsässer setzte sich durch und belegte in 1.06.12 Std. Rang 42 knapp vor Friedrich in 1.06.30 Std. Gerry Lercher konnte dem Tempo nicht folgen, war aber nach 1.10.24 Std. mit seiner Leistung durchaus zufrieden. Walter Hellwig konnte sich gegenüber dem Vorjahr in allen Disziplinen deutlich verbessern und finishte nach 1.16.12 Std. Auch die anderen Skizunftvertreter hatten mit ihren Zeiten neue persönliche Bestmarken gesetzt - ein gutes Zeichen für den erfolgreichen Trainingsaufbau. Bei den nun anstehenden Wettkämpfen über die längeren Distanzen wird sich zeigen ob auch die Ausdauerfähigkeit der Skizunfttriathleten für die eine oder andere Platzierung ausreicht, der positive Auftakt lässt hoffen.