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Thursday, 27. July 2006IRONMAN in KlagenfurtNach sechsmonatigem, intensivem Training und erfolgreichen Testwettkämpfen war es endlich so weit. Um sieben Uhr morgens stürzten sich die sechs Skizunftvertreter beim Massenstart in ihr Abenteuer. Mit Ausnahme von Vereinsmeister Peter Erhart, der sein Debüt auf der Langstrecke gab, hatten alle aus der Kornwestheimer Mannschaft bereits Erfahrung mit den geforderten Distanzen. Trotzdem hatte sich jeder seine eigenen Ziele für diesen Tag gesetzt. Einen konsequenten Saisonaufbau hatte Willi Simmler durchgezogen. Verschont von Verletzungen konnte er seine Trainingseinheiten dieses Jahr ohne Einschränkungen umsetzen. Sein Ziel war es, die Saison und das Rennen mit dem Zieleinlauf zu krönen, nachdem er im Vorjahr beim Laufen abbrechen musste. Für Gerry Lercher, Vater einer kleinen Tochter, war es in der Vorbereitung schwer, genügend Zeit für das Training zu finden. Trotzdem wollte er sein erstes IRONMAN-Finish aus dem Vorjahr wiederholen, hat sich dabei aber bewusst keine Zeitvorgabe gesetzt. Sein Bruder Uwe dagegen war durch gute Trainingserfolge sehr motiviert und versprach sich eine deutliche Verbesserung in allen Teilbereichen. Mike Beuerle konnte mit guter Vorbereitung ganz locker ins Rennen gehen, er hat bereits durch sein perfektes Rennen in Florida die Qualifikation für die Weltmeisterschaften 2006 auf Hawaii in der Tasche. Ebenfalls ohne Leistungsdruck war Frank Saam am Start, nach seiner erfolgreichen Teilnahme an der WM im Vorjahr, hat er seine Trainingsumfänge stark reduziert und versuchte nur, ohne Probleme, ein gutes Rennen abzuliefern. Nach vielen Erfolgen auf kürzeren Strecken wollte sich Peter Erhart auch den Traum eines jeden Triathleten vom IRONMAN erfüllen, doch hatte er im Vorfeld häufig Probleme mit der Achillessehne und konnte nicht immer wie geplant trainieren. Leistungsmäßig war eine Zeit in der Nähe der Zehnstundenmarke möglich, doch war er nicht sicher ob seine Verletzung ganz ausgeheilt war. Die äußeren Einflüsse waren durch nahezu perfekte, sommerliche Bedingungen bei Wasser- und Lufttemperatur kein Handicap für die Sportler, trotzdem wartete auf alle ein schwerer und langer Wettkampftag. Mit durchweg persönlichen Bestzeiten beim Schwimmen war der Einstieg Erfolg versprechend. An der Spitze Saam mit 57.30 Min., vor Erhart in 1.03.48 Std., Beuerle 1.04.59 Std., Frank Debus (1.06 Std.), Uwe (1.21.58 Std.) und Gerry Lercher (1.23.22 Std.), sowie Simmler in 1.28.14 Std. Auf den zwei Radrunden zu je 90 Kilometer zog sich das Feld weit auseinander. Frank Saam beeindruckte wieder mit seiner Radstärke. Nach nur 5.02 Std. wechselte er das Rad gegen die Laufschuhe, es folgten Erhart in 5.22 Std. und Beuerle in 5.26 Std., der erste Probleme bei der Nahrungsaufnahme hatte. Uwe Lercher hat nach verhaltenem Schwimmen richtig losgelegt. In 5.20 Std. überholte er auf dem Rad weit mehr als tausend Konkurrenten und verschaffte sich dadurch eine gute Position im riesigen Gesamtfeld. Bei seinem Bruder Gerry versagte die Zeitnahme, sodass keine Splitzeiten vorliegen, Frank Debus benötigte 5.47 Std. Für Senior Willi Simmler lief es nicht richtig rund, mit seiner Radzeit (7.11 Std.) war er aber einigermaßen zufrieden, doch mit dem Marathonlauf wartet auf die „Eisenmänner“ am Schluss immer die schwerste Aufgabe. Schnell fand Saam ein gleichmäßiges Tempo und lief (4.03 Std.) sein Rennen problemlos nach 10Std.10Min. auf Gesamtrang 251 zu Ende. Laufspezialist Erhart konnte mit seiner Marathonzeit von 3.44 Std. noch viele Plätze gutmachen, landete in 10.18 Std. auf Platz 294 und war erleichtert, dass seine Achillessehne gehalten hatte. Nicht so glücklich war Mike Beuerle, seine Schwierigkeiten mit der Verpflegung wirkten sich extrem auf seine Leistungsfähigkeit aus. Zu keiner Zeit konnte er die sonst übliche Laufstärke ausspielen und kam nur dank seiner Erfahrung und seines Durchhaltewillens nach 4.32 Std. Laufzeit (Gesamt 11.14 Std.) auf Platz 766 ins Ziel. Dagegen hatte Uwe Lercher einen nahezu perfekten Wettkampf, mit einem konstanten Lauf (4.43 Std.) konnte er die Platzierung nach dem Radfahren halten und kam stolz und zufrieden nach 11.39 Std. auf Rang 989 zum Zieleinlauf, zeitgleich mit dem Ex-Kornwestheimer Immo Trebing, knapp dahinter dann Frank Debus in 11.51 Std. Gerry Lercher finishte nach 13.18 Std., was für ihn mit reduziertem Training trotzdem ein positives Ergebnis ist. Nur Willi Simmler konnte den langen Tag nicht mit einem Zieleinlauf feiern, er musste erneut bei der Halbmarathondistanz erschöpft aufgeben, erholte sich aber rasch und analysierte am Abend bereits die Ursachen seines Leistungseinbruchs. Das Rennen der Profis gewann der Belgier Vanhoenacker in 8.07 Std. vor dem Spanier Llanos-Brugera in 8.13 Std.
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