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Wednesday, 22. November 20063. Platz für Klaus Herrmann beim IRONMAN-Florida
Mit seiner Familie war der 49-jährige Kornwestheimer eine Woche vor dem Rennen zur Vorbereitung nach Florida gereist. Dort herrschten ideale Wetterbedingungen, bei ca. 23 Grad Wassertemperatur im Golf von Mexico und nahezu ohne Wellen wurden die letzten Schwimmeinheiten absolviert. Bei bis zu 30 Grad Lufttemperatur und ohne Wind konnte die Rad- und Laufstrecke besichtigt werden. Also beste Voraussetzungen für einen optimalen Wettkampf. Doch bis zum Renntag änderten sich die Bedingungen erheblich. Bei klarem Himmel herrschten kurz nach Sonnenaufgang beim Start nur 5 Grad Lufttemperatur und starker Wind sorgte für erheblichen Seegang. Die Teilnehmer mussten auf der 3,8 Kilometer langen Schwimmstrecke gegen Strömungen und heftige Wellen kämpfen, was sich in langsamen Schwimmzeiten niederschlug. Für Herrmann reichte es dadurch nur zu einer Zeit von 1.06 Std., aber schon mit einem schnellen Wechsel zum Radfahren konnte er Zeit und Plätze gutmachen. Auch beim Radfahren auf der großen 180 Kilometerrunde machte der starke Wind erheblich zu schaffen. Die absolut flache aber windanfällige Strecke hatte als höchsten Punkt eine Brücke mit einem kurzen Anstieg auf ca. 30 Höhenmeter, doch auch hier kostete der ständige Krafteinsatz zusätzliche Energie. Durch eine kurze Unachtsamkeit erhielt Herrmann bei Kilometer 120 eine vierminütige Zeitstrafe wegen Verstoß gegen das Windschattenfahrverbot. Die Radfahrer müssen einen Abstand von sieben Metern zum Vordermann einhalten und dürfen diesen nur kurzzeitig zum Überholen verletzen, was von Schiedsrichtern auf Motorrädern streng kontrolliert wurde. Nach diesem ärgerlichen Vorfall musste sich der Skizünftler unterwegs neu motivieren und er wechselte nach für ihn eher durchschnittlichen 5.18 Stunden zum Laufen. Das persönliche Ziel einer neuen Bestzeit war für ihn in weite Ferne gerückt. Auf den ersten Kilometern des abschließenden Marathonlaufs konnte Klaus Herrmann jedoch ein flottes Tempo anschlagen und seine gute Vorbereitung zahlte sich jetzt aus. Die gute Zwischenzeit nach 21 Laufkilometern sorgte bei ihm für einen weiteren Leistungsschub, sodass es am Ende, dank einer tollen Laufzeit von 3.28 Stunden, doch noch zu einer neuen persönliche Bestzeit von 9.58.51 Std. reichte. Der damit erkämpfte 3. Platz in der Altersklasse berechtigt Herrmann gleichzeitig zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2007 in Hawaii, dem unbestrittenen Traum aller Triathleten. Gesamtsieger wurde überraschend der 25-jährige Jan Raphael aus Hannover in 8.22 Stunden. Kommentare
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