NavigationLinksSucheKategorienVerwaltung des Blogs |
Tuesday, 6. July 2010Ironman GermanySensation: Gerhard Weiland erreicht in 10.26 Std. Platz 6 in AK50 und damit die direkte Quali fuer Hawaii
Davor war aber für Weiland noch die große Hürde beim Ironman in Frankfurt zu nehmen. Nach über sechs Monaten konsequenter Vorbereitung mit detaillierten Trainingsplänen und mehreren intensiven Trainingslagern stand Gerhard Weiland am frühen Sonntagmorgen am Ufer des Langener Waldsee in der Nähe des Frankfurter Flughafens. Bei 25 Grad Wassertemperatur ging das riesige Starterfeld ohne Neoprenanzüge ins Rennen. Durch geschicktes taktieren gelang es Weiland sich aus dem Getümmel etwas herauszuhalten. Auf der ersten Hälfte der 3,8 Schwimmkilometer konnte er sich wenn es eng wurde immer wieder freischwimmen und zum Ende hin zahlte sich auch das umfangreiche Schwimmtraining aus. Er konnte sein Tempo halten und dadurch noch einige Plätze gutmachen. Die Anzeigetafel beim Schwimmausstieg zeigte für ihn 1.09 Stunden, damit war er sehr zufrieden und konnte den weiteren Wettkampf motiviert angehen. Nach dem Wechsel aufs Rad hat er, wie geplant, die ersten Kilometer in sehr ruhigem Tempo absolviert um den Puls zu beruhigen und nicht gleich alle Kräfte zu vergeuden. Bei leichter Bewölkung, um 28 Grad und wenig Wind ließ er sich von der Konkurrenz dann doch verleiten ein höheres Tempo anzugehen. Mit einem Schnitt von 36 km/h absolvierte er die ersten 100 Km. Zu Beginn der zweiten Runde war dann für ihn der schwerste Abschnitt des Rennens. Es ging leicht bergauf mit Gegenwind und die Kraft war weg. Er hat dann verstärkt Flüssigkeit und Nahrung zu sich genommen um sein Leistungstief zu überwinden und auf den ebenen Teilstücken der letzten 40 km kam er wieder besser in Fahrt. Allerdings hatte er auf dem Weg in die Wechselzone am Frankfurter Mainufer nach 180 Kilometern in 5.28 Stunden mit Wadenkrämpfen zu kämpfen. Zu diesem Zeitpunkt lag er auf Rang 17 seiner Altersklasse und er hatte sich vorgenommen in seiner besten Disziplin, dem Laufen, nochmals alles zu geben. Der Wechsel vom Rad zum Marathonlauf gelang, durch das spezielle Wechseltraining der Skizünftler, ausgezeichnet. Trotzdem waren die ersten, völlig verkrampften, Laufmeter sehr hart. Mit viel Wasser, isotonischem Getränk, flüssigem Kohlehydratgel und etwas Salz konnte er seine Energieversorgung wieder aktivieren und die ersten 10 Laufkilometer in schnellen 48 Min. angehen. Danach wurden die Rundenzeiten etwas langsamer aber es kam zu keinem Einbruch. Mit 3.41 Std. für die 42 Kilometer hatte er auf der Laufstrecke noch 190 Teilnehmer überholt und landete mit der Gesamtzeit von 10.26 Std. auf dem 352.Gesamtrang und dem 6. Platz in seiner Altersklasse AK50. Im Ziel wusste er nicht, dass er damit direkt für Hawaii qualifiziert war. Erst durch ein Glückwunschtelefonat eines Vereinskameraden erfuhr er von der unerwarteten Überraschung. Erst langsam wich der Unglaube der Freude. Sein Kommentar: "das ist vollkommen überraschend und ein Ergebnis von dem ich nicht zu träumen gewagt habe!" Eine zusätzliche Übernachtung in Frankfurt war nicht eingeplant. Deshalb musste er am darauffolgenden Tag um 7.00 Uhr morgens wieder mit dem ICE nach Frankfurt zur Siegerehrung und Hawaiiticketübergabe fahren. Die Startberechtigung für die WM kann nur persönlich und im Rahmen der Siegerehrung in Empfang genommen werden. Nach einer nun mehrwöchigen Erholungsphase wird er Mitte August wieder gerne in das intensive Training einsteigen, um sich den Traum aller Triathleten - einen Hawaiistart - zu erfüllen. Kommentare
Ansicht der Kommentare:
(Linear | Verschachtelt)
Kommentar schreiben
|