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Friday, 20. November 2009IRONMAN Florida 2009Erstmalig in der Vereinsgeschichte wurde der Vereinsmeister über die Langdistanz ermittelt Alle acht Skizunftteilnehmer beim IRONMAN in Florida mit sehr guten Ergebnissen Klaus Herrmann belegt den 3. Platz in seiner Altersklasse und qualifiziert sich damit zum vierten Mal für die WM 2010 in Hawaii Der Aufwand hat sich gelohnt. Die 10-monatige Vorbereitung der Skizünftler hat zu durchweg guten Leistungen geführt, teilweise gab es sogar neue persönliche Bestzeiten. Nach einer Woche lockerer Anpassung vor Ort fühlten sich alle in guter Form und der ausgeschriebene Vereinsmeistertitel sorgte für zusätzliche Motivation. Über 2400 Teilnehmer waren früh morgens gemeinsam am langen Sandstrand von Panama City Beach im Norden Floridas in die Wellen des Golf von Mexiko gesprungen. Nach Tagen mit fast glatter Wasseroberfläche schickte der in den Medien angekündigte Hurikan am Wettkampftag seine Vorboten, was sich mit erheblichem Seegang und starkem Wind bemerkbar machte. Dadurch waren auf den 3,8 Schwimmkilometern keine Bestzeiten zu erwarten, trotzdem legte Mike Beuerle gleich ein hohes Tempo (1.06 Std.) vor und bei der ersten Zwischenzeit hatte er schon eineinhalb Minuten Vorsprung auf Klaus Herrmann, der anfangs dem Startgedränge aus dem Weg ging und erst auf der zweite Hälfte wieder Boden (1.06 Std.) gut machte. Ganz konstant absolvierte Jürgen Elsässer (1.15 Std.) den Auftakt und in knappen Abständen folgten Uwe Lercher (1.16 Std.), Frank Linkhauer (1.17 Std.) und Alexander Paa (1.19 Std.). Erstaunlich gut hielt sich bei seinem ersten Langstreckenrennen Jürgen Friedrich. Er kam gemeinsam mit Thomas Ritzka nach nur 1.21 Stunden aus dem Wasser. Dem Schwimmen folgte ein langer Weg über den tiefen Sand am Strand zur Wechselzone, wo auf einem großen Parkplatz die Rennräder abgestellt waren. Die große Radrunde mit 180 Kilometern auf breiten Highways durch das Hinterland war absolut flach. Bei meist starkem Gegenwind und auf für europäische Verhältnisse eintönigen, anspruchlosen und kilometerlangen Geraden war es wichtig, sich auf dem Rad möglichst klein zu machen und dem Wind wenig Angriffsfläche zu bieten. Am besten gelang dies Klaus Herrmann, der sich schon durch einen schnellen Wechsel von Beuerle absetzen konnte und mit exakt 5 Stunden eine schnelle Zeit vorlegte. Eine starke Leistung auf dem Rad zeigte auch Uwe Lercher, der seine Position mit 5.06 Stunden wesentlich verbesserte. Auch für Beuerle (5.07 Std.) und Jürgen Friedrich (5.16 Std.) lief alles rund, genauso wie für Jürgen Elsässer (5.28 Std.), der zeitlich exakt in seinem Plan lag. Nicht ganz zufrieden war Frank Linkhauer mit seinen 5.32 Stunden, er hatte die letzten Tage vor dem Rennen mit einer Erkältung zu kämpfen. Pech hatte Thomas Ritzka (5.48 Std.), der unterwegs wegen Druckverlust einen Reifendefekt beheben musste und dadurch erheblich an Zeit verlor, ganz kontrolliert dagegen absolvierte Alexander Paa die Radrunde in 5.40 Stunden. Eine große und begeisterte Zuschauerkulisse empfing die Triathleten beim Wechsel zum abschliessenden und entscheidenden Marathonlauf. Dabei musste sich die konsequente und monatelange Vorbereitung der Skizünftler letztendlich auszahlen. Ein Großteil der Teilnehmer erleidet nämlich auf dem letzten Teilabschnitt bei einer Langdistanz einen Leistungseinbruch. Auf den ersten Laufkilometern muss zunächst der persönliche Rhythmus und eine runde Laufbewegung gefunden werden, was nach fünf und mehr Stunden in der gebückten Radposition und schon ermüdeten Beinmuskeln nicht leicht fällt. Die Umstellung gelang den Kornwestheimer Sportlern recht gut. Herrmann, Beuerle und Elsässer liefen konstante Kilometerzeiten und der laufstarke Frank Linkhauer setzte zur Aufholjagd an. Für Uwe Lercher, der überraschend in der Skizunftwertung an dritter Stelle wechselte, galt es nun seine gute Gesamtplatzierung gegen die stärkeren Läufer zu verteidigen. Jürgen Friedrich gestaltete sein erstes Langdistanzrennen sehr mutig und kam ohne nennenswerte Probleme über die Runden. Für Thomas Ritzka dagegen war es nach seiner Radpanne schwierig wieder ins Rennen zu finden, aber er kämpfte sich wieder langsam an Alexander Paa heran, der mit seiner Ausgeglichenheit über den ganzen Tag ein gleichmäßiges Tempo halten konnte. Auf den letzten Kilometern hatte Klaus Herrmann immer wieder mit Krämpfen in den Beinen zu kämpfen und musste mehrfach anhalten um die Muskulatur zu lockern. Dadurch konnte Mike Beuerle den Abstand wieder verkürzen, aber auch er war schon deutlich ermüdet und musste das Tempo drosseln. Mit einer Marathonzeit von 3.42 Stunden lief Herrmann mit persönlicher Bestzeit von 9 Std.55 Min. (Gesamtplatz 141) als Skizunft-Vereinsmeister ins Ziel. Die Zeit reichte für den 3. Platz in AK50 und damit auch für die direkte Qualifikation zur WM 2010 in Hawaii. Etwas schneller lief zwar Mike Beuerle (3.39 Std.), doch die Endzeit von 10.01 Std. reichte für ihn nur zum Vizetitel und Gesamtrang 171. Der schnellste Skizunftläufer war Frank Linkhauer mit 3.33 Std. und einer Gesamtzeit von 10.34 Std. auf Platz 292. Mit neuer persönlicher Lauf- (3.51 Std.) und Gesamtbestzeit (10.44 Std.) war Jürgen Elsässer im Ziel voll zufrieden. Ihm folgte Jürgen Friedrich der mit 11.07 Stunden bei seinem ersten IRONMAN einen fast perfekten Einstand hatte. Uwe Lercher zeigte Durchhaltevermögen und Tempohärte, er finishte ebenfalls in neuer Bestzeit von 11.15 Stunden. Thomas Ritzka konnte auf dem letzten Kilometer noch Alexander Paa (11.29 Std.) überholen und kam mit 11.28 Stunden kurz vor ihm ins Ziel. Die Skizunft zeigt auch eine kompakte Mannschaftsleistung mit Platzierungen im ersten Viertel der Gesamtwertung unter allen 2400 Teilnehmern. Überraschender Tagessieger wurde der erst 23-jährige Kirill Kotshegarov aus Estland in 8.24 Stunden. KHE Kommentare
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